Den tänzerischen Auftakt machte die Purzelgarde mit ihrem farbenfrohen Tanz „Regenbogenfische“. Die Jugendgarde fegte als „Grashüpfer“ temperamentvoll über die Bühne, während die Juniorengarde neben ihrem Gardetanz auch schauspielerisches Talent bewies: Auf humorvolle Weise begaben sie sich auf die Suche nach den verschwundenen Schnitzeln in der Küche des Gästehauses. Die Blauen Dragoner präsentierten ihren Tanz vor dem Hintergrund der Mona Lisa unter dem Titel „Genie oder Gauner – Die Kunst des Betrugs“. Für viele Lacher sorgte erneut das Männerballett, das sich dem Thema „Bauer sucht Frau“ widmete und dabei wieder Kilian Schmitt im Rollstuhl eindrucksvoll in die Choreografie einband – ein starkes Zeichen für Gemeinschaft und Zusammenhalt.
Dass der Wargolshäuser Fasching keine Nachwuchssorgen hat, bewiesen nicht nur die Purzel- und Jugendgarde, sondern auch Noah, Len, Ludo und Lutz. Unter dem Motto „Früh übt sich, wer ein Meister werden will“ machten sie sich in ihrer Bütt humorvolle Gedanken darüber, wie ihnen die Flucht aus dem Gefängnis gelingen könnte. Schließlich waren sie bei ihrer Vorjahresbütt ja nach einem Banküberfall verhaftet worden.
Weitere Glanzpunkte des Abends waren Jutta Scherl und Nicole Seufert, die nicht nur das GreenGround Open-Air-Festival des Sportvereins aufs Korn nahmen, sondern gewohnt treffsicher über Gott und die Welt lästerten. Bleiben noch René Müller, der als Blondine auftrat, sowie Christopher Koch aus Hendungen, der als „Umkleidekabine“ nach Wargolshausen gekommen war. Fast wie im richtigen Leben, könnte man sagen, wenn man Herwig Kirchner, Uli Höhn, Uwe Nießner, Andreas Wagner und Michel Scherl zuhörte. Sie glossierten eine Kindergarten-Eltern-WhatsApp-Gruppe.
Für einen weiteren Höhepunkt des Abends sorgten Fredi Breunig und Martin Wachenbrönner. Seit vielen Jahren feste Bestandteile der Prunksitzungen in Wargolshausen, präsentierten sie in ihrer Abschluss-Session die Bütt „Elektronische Patientenakte“, eine grandiose Darbietung, die das Publikum mit viel Witz und Treffsicherheit begeisterte. Von einem Abschied kann jedoch noch nicht ganz die Rede sein: Am kommenden Freitag und Samstag stehen die beiden noch einmal in Wargolshausen auf der Bühne.
Als Alltags-Superhelden reisten „Lubber und Babbo“ an, die in wenigen Wochen auch bei „Fastnacht in Franken“ dabei sein werden. Gleich zu Beginn stellten sie die Frage, wer sie eigentlich gerufen habe und ob sie vielleicht nebenbei noch die defekte Straßenbeleuchtung reparieren sollten. Obwohl sie erst kurzfristig eingesprungen waren, rissen die „Lückenbüßer“ mit ihrem vierstimmigen Gesang auch zu später Stunde noch alle Faschingsnarren von den Stühlen. Christoph Büttner, Georg Gans, Florian Rink, Luis Chevallier und Albert Warmuth richteten dabei nicht nur einen letzten Abschiedsgruß an den scheidenden Bürgermeister Menninger, sondern stellten augenzwinkernd auch die Frage, ob er nach all seinen „tollen Taten“ eigentlich noch ruhig schlafen könne.
Eine starke Gemeinschaft präsentierte die Wa-Ka-Ge, die sich mit ihrem Lied „Komm mit nach Wargolshausen“ verabschiedete. Auch wenn es richtig eng auf der Bühne wurde, als sich die gut 130 eigenen Akteure mit den Gästen auf der Bühne versammelten.
































